DIMENSION – AUFBRUCH NACH AURIGA

AURIGA IST NICHT DER PLANET, NACH DEM WIR GESUCHT HABEN.

2054 öffnet sich in der Nähe der Erde wie aus dem Nichts ein Wurmloch. Was Forscher auf der anderen Seite entdecken, übertrifft ihre kühnsten Erwartungen.

Das Wurmloch entpuppt sich als Tor zu einem bisher unbekannten Exoplaneten im Sternbild Auriga. Dass der 730 Lichtjahre entfernte, erdnahe Himmelskörper in der habitablen Zone eines roten Zwergs liegt, kommt einem Wunder gleich.

2083: Unter der Leitung der ESA wird die größte Forschungsmission in der Geschichte der Menschheit zusammengestellt, um durch das Wurmloch zu dem fernen Exoplaneten aufzubrechen. Auch der Kolonieplaner Viktor Ford gehört zu der 450 Mann starken Mannschaft des Forschungsschiffs SIRIO.

Doch schon kurz nach der Ankunft im fremden System mehren sich die Hinweise, dass auf dem Planeten nichts so ist, wie es die Aufklärungssatelliten zuvor ermittelt haben. Es kommt noch schlimmer: Beim ersten Erkundungsflug muss Viktor Fords Shuttle auf der Oberfläche notlanden. Auf sich allein gestellt, kämpft sich Viktor durch die fremde Welt und macht dabei eine unglaubliche Entdeckung. Etwas, das die Geschichte der Menschheit für immer verändern wird.

»Aufbruch nach Auriga« ist der mitreißende Auftakt von Ryan Rockwells »Dimension«-Trilogie. Die Reihe ist ein Fest für Science-Fiction-Fans von und zeigt die Menschheit auf ihrem Weg zu den Sternen. Und stellt sich der Frage, wie und wo ein Erstkontakt mit möglichen Außerirdischen stattfinden könnte. Jeder Einzelband ist abgeschlossen.

Wer Romane von Dominik A. Meier, Joshua Tree, David Reimer oder Brandon Q. Morris mag, wird seine wahre Freude an »Dimension« haben.

Erlebe ein interstellares Abenteuer!

Dimension (Erstkontakt Trilogie):

Band 1: Aufbruch nach Auriga
Band 2: Schatten im Habitat (Sommer 2023)
Band 3: Die dritte Erde (2023)

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LESEPROBE

Die ISV Sirio hatte gerade den Erdmond passiert. Die beschienene Mondhälfte und die dahinter liegende Erde rotierten vor dem Fenster wie auf einer riesigen Drehscheibe. Ich stand in der Kantine im sich um den Rumpf kreisenden Ringmodul der Sirio und nahm den ersten Schluck aus dem dampfenden Kaffeebecher. Er schmeckte überraschend gut, obwohl ich ihn aus einem Pappbecher trank. Mir fiel wieder ein, dass etliche namhafte Wirtschaftsunternehmen versuchten, ihre Consumerprodukte im Namen der Wissenschaft medienwirksam zu verkaufen und ich sah schon Captain Conteh nach erfolgreicher Rückkehr zur Erde, wie er auf metergroßen holografischen Werbeanzeigen für Starbucks warb.
DER Kaffee für Entdecker!, wäre wohl sein Spruch.
»Hey, Ford!«, hörte ich jemanden hinter mir.
Als hätte mich die Stimme aus einer weit entfernten Welt zurückgeholt, drehte ich mich um.
»Ivanov, sag bloß, du langweilst dich?«
»Sieht eher aus, als würdest du dich langweilen, Ford«, sagte der rundliche Mann.
»Ich arbeite«, erklärte ich. »Weißt du, als Kolonieplaner, muss man nachdenken. Massiv nachdenken! Nur weil es für dich nicht so aussieht, als würde ich arbeiten, heißt das noch lange nicht, dass ich untätig bin. Gerade du als Astrophysiker müsstest das wissen.«
Betreten sah Ivanov zu Boden und legte dabei die Hände auf seinen Bauch. Ein bisschen tat mir der Kerl leid, verkörperte er doch das Klischee, das ich von einem Physiker hatte. Dima Ivanov war bestimmt erst Mitte 30, allerdings waren ihm längst die meisten Haare ausgefallen und seinen miesen BMI konnte er nicht einmal mit einem markanten Männergesicht ausgleichen.
»Soto will dich sprechen«, sagte er.
»Warum schickt sie dich?«
Der Wissenschaftler wippte nervös auf seinen Füßen hin und her und schielte zum Cola-Automaten rechts neben dem Kaffeeautomaten.
»Verstehe«, sagte ich. »Hat sie gesagt, was sie von mir will?«
Ivanov schüttelte den Kopf.
»Na schön, dann werde ich deine geschätzte Kollegin einmal aufsuchen.«
Ich war bereits im Begriff, die an diesem Nachmittag nur spärlich besuchte Kantine zu verlassen, als ich mich noch einmal umdrehte und Ivanov hinterherrief: »Nimm‘ ja keine Light. So viel Süßstoff kann nicht gesund sein!«
Dann machte ich mich auf den Weg zur astrophysikalischen Abteilung. Das Ringmodul der Sirio war 30 Meter breit und auf den zwei Decks führten je zwei Korridore, der vordere und der hintere Hauptkorridor, mit einer Länge von etwa 540 Metern einmal im Kreis um den Rumpf des Forschungsschiffs. Verbunden war der Ring mit vier massiven Speichen, in denen sich die Übergänge zum jeweils anderen Schiffsteil befanden.
Durch die Rotation war es möglich, dass Besatzung und Passagiere mit erdnaher Anziehungskraft leben und arbeiten konnten. Ich schritt also auf meinem Weg zur astrophysikalischen Abteilung an der Innenseite des Ringmoduls, während mich die Rotationsgravitation mit meinen Füßen gegen den Ring drückte.
Seit knapp drei Tagen waren wir nun schon unterwegs und wie immer, wenn ich neu irgendwo anfing, war ich noch vollkommen aus dem Häuschen ob der neuen Umstände. Alles war anders, alles war neu! Es gab so viele neue Gesichter und Namen, neue Regeln, von denen ich die meisten zu meinen Gunsten auslegte, und das ganze Drumherum, das sich erst noch einspielen musste. Und dies vor dem Hintergrund, dass wir mit der Sirio auf dem Weg zu einer wahrhaft einmaligen Mission unterwegs waren.

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