FATE OF THE GOLDEN GALAXY

VON RYAN ROCKWELL

Willkommen zu der sechsten Episode von FAKE MOVIE REVIEWS. Dieses Mal hatte ich es besonders schwer, da meine Kinder krank und im Home-Office waren, und meine Zeit sehr eingeschränkt war. Ich freue mich dennoch über eine gelungene neue Review, und ich hoffe, du auch. HIER (demnächst) erfährst du mehr über Fake Movie Reviews. Los geht‘s!


Fate Of The Golden Galaxy

Land: USA
Jahr: 1978
Laufzeit: 113 Minuten
Regie: Jack Smith
Darsteller: Charlton Heston, Lee Meriwether, Bruce Dern
Genre: Space Opera

Eine Königin auf einem fernen Planeten wird von einem bösen Imperator bedroht und nur ein paar Underdogs können ihr helfen. Und dass »Fate Of The Golden Galaxy« noch ausgerechnet im Jahr 1 nach »A New Hope« erschien, macht sofort misstrauisch. Denn alles schreit förmlich nach einem Star-Wars-Klon. Doch glücklicherweise ist »Fate Of The Golden Galaxy« eigenständiger, als es auf den ersten Blick scheint.

Nachdem der als »Blockbuster des Jahres« angepriesene Film »Straße der Verdammnis« gegen »A New Hope« verlor, sah sich dessen Regisseur Jack Smith gezwungen, eine eigene Science-Fiction-Vision zu drehen. Dazu verpflichtete niemand Geringeren als Charlton Heston, mit dem Smith bereits »Schlacht um Midway« gedreht hatte. Und auch die restliche Besetzung kann sich durchaus sehen lassen, denn mit Lee Meriwether (Catwoman) und Bruce Dern (»Lautlos im Weltall«) sind zwei weitere namhafte Schauspieler an Bord

EIN FILM WIE STAR WARS, OHNE STAR WARS ZU SEIN

Alles beginnt in einer weit, weit entfernten Galaxis. Aber einer anderen als der, in der das erste galaktische Imperium wütet, nämlich in der titelgebenden Goldenen Galaxie. Dort regiert Königin Redan Kerlan (Lee Meriwether) vom Planeten Arden über eine friedliche und fortschrittliche Zivilisation, bis eines Tages der größenwahnsinnige Herrscher Yrratic Forrk beschließt, sämtliche Planeten der Goldenen Galaxie erobern zu wollen (#toxischemännlichkeit).

Königin Kerlan (hier blond: Lee Meriwether) und ihr Planet werden bedroht.

Dessen Armee ist längst auf dem Weg nach Arden. Die Königin weiß, dass sie schnell handeln muss, um ihre Welt und ihr Volk zu beschützen. Nur gemeinsam mit anderen Planetensystemen können sie Forrks Raumschiffflotte entgegentreten, vorausgesetzt Redan Kerlan kann den ersten Angriff abwehren.

»Kryyk betrinkt sich, weil er aus der Flugakademie geworfen wurde.«

Hilfe erhalten sie ausgerechnet von dem abgehalfterten Raumschiffpiloten Sob Starry (Charlton Heston) und einem Alien namens Kryyk. Starry lernte Kryyk in einer Bar kennen, als er einen Co-Piloten braucht, nachdem sein langjähriger Freund von Forrks Kämpfern getötet wurde. Kryyk betrinkt sich, weil er aus Flugakademie geworfen wurde.

Starry und Kryyk haben eine Leidenschaft für Abenteuer und ein starkes Verlangen nach Anerkennung und Respekt. Und während Starry auf Rache für den Tod seines Freundes schwört, will Kryyk beweisen, dass er das Zeug zu einem erstklassigen Piloten hat. Als sie Königin Kerlans Hilferuf empfangen, machen sie sich auf den Weg in die Hauptstadt Ardens.

Kryyk und Sob Starry (Charlton Heston) im Kampf gegen die feindliche Flotte.

WÜSTENRÄUBER UND BLUE-SCREEN-EXPLOSIONEN!

Gemeinsam mit Königin Kerlan schmieden sie einen Geheimplan, wie sie Imperator Forrks Flotte aufhalten können. Dazu braucht die Königin erfahrene Piloten und ein Schiff, die sie zum Kontrollschiff des Imperators fliegen. Mithilfe eines Computercodes soll es zerstört werden. Mit von der Partie ist auch der dubiose Techniker Dryan Curse (Bruce Dern), der wie aus dem Nichts auftaucht und seine Hilfe anbietet.

Was führt der mysteriöse Dryan Curse (Bruce Dern) im Schilde?

Auf dem Weg zu Starrys Schiff muss die bunte Truppe die gefährliche und von Räubern bevölkerte Wüste Ardens durchqueren. Dabei kommt es zu einer haarsträubenden Jagd, in der sich Kryyk als ausgezeichneter Pilot erweist. Sicher und einige Blue-Screen-Explosionen später erreichen sie die Stadt, in der Starrys Schiff ankert.

Doch kaum sind sie im Weltall, entpuppt sich Dryan Curse als Spion des Imperators, der nicht weniger will, als das Schiff mitsamt der Königin in die Luft zu jagen. Gelingt ihm nicht, denn Starrys Rache ist gnadenlos und nach einem Lasergefecht kann der alte Haudegen den Spion erschießen.

Das Kontrollschiff von Imperator Forrk muss zerstört werden.

AUSSERIRDISCHE KÖNIGIN MIT ABGESCHLOSSENEM MINT-STUDIUM

Starrys Schiff erreicht die feindliche Flotte und die Lage scheint aussichtslos, da der Techniker die einzige Hoffnung war, den Zentralrechner Forrks zu manipulieren. Doch gerade Königin Kerlan zeigt sich als besonders MINT-erfahren und kann sich in den feindlichen Rechner des Kontrollschiffs einwählen.

Königing Kerlan wählt sich in den Rechner von Forrks Kontrollschiff ein.

Es wird haarig, als Forrks Kampfschiffe angreifen, doch Kryyk am Steuer und Starry im Gefechtsstand können die Angreifer abwehren, bis die Königin die Schutzschilde des feindlichen Kontrollschiffs ausgeschaltet hat. In einem letzten spektakulären Manöver kann Starry das Kontrollschiff zerstören. Somit werden alle anderen Schiffe der Flotte manövrierunfähig und der Planet Arden ist gerettet.

Am Ende stellt sich noch heraus, dass Kryyk der Sohn des Herrschers eines entfernten Planeten ist, der dabei ist, eine Allianz gegen Imperator Forrk zu bilden. Königin Kerlan schließt sich Kryyks Vater an, um gemeinsam gegen Forrks dunkle Mächte vorzugehen. Sie haben den ersten Angriff abgewehrt, doch es ist noch ein langer Weg, um Frieden über die goldenen Galaxie zu bringen.

»Die Effekte sind für ihre Zeit durchaus ordentlich.«

»Fate Of The Golden Galaxy« ist ein typischer Vertreter des Post-Star-Wars-Kinos. Die Idee zu diesem Film lag schon etliche Jahre in irgendeiner Schublade von MGM, bevor endlich die Zeit reif war, das Budget für aufwendige Science-Fiction-Filme zu bekommen.

Verfolgungsjagd in der Wüste.

Man muss sagen, dass die Effekte für ihre Zeit durchaus ordentlich sind, auch wenn sie zu keiner Zeit an »A New Hope« heranreichen. Wie auch? Allerdings gibt es sehr viel schlechtere Filme wie etwa »Starcrash«.

Mein persönliches Highlight in »Fate Of The Golden Galaxy« ist die Raumschiffjagd durch die Wüste. Gerade unter dem Gesichtspunkt, dass eine ähnliche Szene bei »A New Hope« nicht realisiert wurde, macht »Fate Of The Golden Galaxy« besonders sehenswert.

★★★☆☆

»Fate Of The Golden Galaxy« ist ein typischer Vertreter des Post-Star-Wars-Kinos. Dabei macht die Geschichte trotz konventioneller Handlung großen Spaß, was nicht zuletzt an den sympathischen Figuren liegt!

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